Deutsche Telekom AG - Geschäftsbericht 2009

unserem Nachteil. Bei T-Mobile Netherlands stabilisierte sich der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Regulierungsbedingte Rückgänge bei den Terminierungsumsätzen waren zwar auch bei T-Mobile Netherlands zu verzeichnen, jedoch wurden diese durch Umsatzzuwächse der Online (vor- mals Orange Nederland Breedband B.V.) im Breitband-Festnetzgeschäft kompensiert. Die im Jahresvergleich gestiegenen Non Voice-Umsätze bei allen Mobilfunknetzbetreibern des operativen Segments Europa trugen ebenfalls dazu bei, die Umsatzrückgänge aus der Sprachtelefonie zu kompensieren. EBIT, bereinigtes EBITDA. Das EBIT im operativen Segment Europa reduzierte sich im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Mrd. €. Darin enthalten sind die Wertmin- derungen des Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit T-Mobile UK in Höhe von 1,8 Mrd. € aus dem ersten Quartal 2009. Ferner trugen die Rückgänge des EBITDA zur Reduzierung des EBIT im Jahresvergleich bei. Geringere Abschreibungen bei PTC, T-Mobile Netherlands, T-Mobile CZ und T-Mobile Austria wirkten dem EBIT-Rückgang entgegen. Das bereinigte EBITDA im operativen Segment Europa sank im Geschäfts- jahr 2009 um 0,4 Mrd. € oder 13,0% gegenüber dem Vorjahr. Der Haupt- grund für diesen Rückgang waren negative Wechselkurseffekte des Polnischen Zloty, des Britischen Pfund und der Tschechischen Krone. Nach Berücksichtigung der Wechselkurseffekte war das im Jahresvergleich ebenfalls rückläufige EBITDA des operativen Segments hauptsächlich durch T-Mobile UK und PTC beeinflusst. T-Mobile Austria erzielte 2009 ein EBITDA auf dem Niveau des Vorjahres. T-Mobile CZ (in lokaler Wäh- rung) und T-Mobile Netherlands konnten ihr EBITDA im Jahresvergleich sogar steigern und kompensierten damit teilweise die Wirkung aus den EBITDA Rückgängen der britischen und der polnischen Gesellschaften. Bei T-Mobile UK war der Rückgang des EBITDA in Landeswährung vor allem auf geringere Serviceumsätze zurückzuführen. Dieser Effekt konnte nur zum Teil durch konsequente Ausgabensenkungen bei den Kunden- akquisitionskosten und den Gemeinkosten ausgeglichen werden. Bei PTC war die Minderung des EBITDA gegenüber 2008 hauptsächlich auf regulierungsbedingt rückläufige Terminierungsumsätze zurückzuführen. Geringere umsatzabhängige Kosten sowie Einsparungen bei den Kunden- akquisitionskosten und den Gemeinkosten konnten nur teilweise den negativen Effekt der geringeren Umsätze kompensieren. T-Mobile Austria erreichte durch striktes Kostenmanagement im Wesent- lichen bei den Gemeinkosten sowie durch Einsparungen bei den Kunden- bindungskosten eine vollständige Kompensation der negativen Effekte aus den im Jahresvergleich geringeren Umsätzen. Auf diese Weise konnte T-Mobile Austria ein stabiles EBITDA erreichen. T-Mobile CZ erzielte um Wechselkursveränderungen bereinigt im Jahresvergleich einen EBITDA- Anstieg, der hauptsächlich auf eine Reduzierung der Gemeinkosten sowie der Kundenbindungs- und -akquisitionskosten zurückzuführen war. Auch das EBITDA von T-Mobile Netherlands erhöhte sich im Vorjahresvergleich. Die Gründe hierfür waren sowohl Ausgabensenkungen als auch höhere Ergebnisbeiträge aus dem Breitband-Festnetzgeschäft. Cash Capex. Der Cash Capex im operativen Segment Europa sank um 0,3 Mrd. € auf 0,9 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr aufgrund geringerer Investitionen in Polen, Großbritannien, Österreich und den Niederlanden. Dem gegenüber stand ein nur geringer Anstieg der Investitionen in der Tschechischen Republik. Personal. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter des operativen Segments Europa blieb im Vorjahresvergleich weitgehend stabil, jedoch entwickelten sich die Mitarbeiterzahlen in den Gesellschaften unterschiedlich. Bei T-Mobile CZ stieg die Mitarbeiterzahl gegenüber der Vorjahresvergleichs- periode, was in der Überführung von Zeitarbeitskräften der Kundenbetreuung in den Bestand der Festangestellten begründet lag. Bei T-Mobile Netherlands resultierte der Anstieg der Mitarbeiterzahl im Jahresvergleich schwerpunkt- mäßig aus technischen Integrationsprojekten im Zusammenhang mit dem Kauf von Orange Nederland. Während bei PTC die Mitarbeiterzahl im Jahres- vergleich nahezu unverändert blieb, sank die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter bei T-Mobile Austria im Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung. T-Mobile UK verzeichnete eine geringere Anzahl an Mitarbeitern aufgrund einer Outsourcing-Maßnahme im Bereich Technik sowie Rückgängen des Mitarbeiterbestands in den Call-Centern. 88

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