Gesamtumsatz. Der Gesamtumsatz im operativen Segment Deutschland sank im Berichts- jahr gegenüber dem Vorjahr um 3,7% auf 25,4 Mrd. €. Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus den anhaltenden wettbewerbsbedingten Festnetzanschlussverlusten und regulatorischen Preismaßnahmen sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk. Festnetz. Der Gesamtumsatz Festnetz sank im Gesamtjahr 2009 gegen- über dem Vorjahr um 5,3% auf 18,7 Mrd. € (2008: 7,2% Umsatzrückgang). Der Umsatzrückgang verringerte sich somit im Vorjahresvergleich um 1,9 Prozentpunkte. Das Mengenwachstum der Komplettpakete im Breit- bandgeschäft sowie bei den Teilnehmeranschlussleitungen wirkte sich positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Dieses Mengenwachstum konnte jedoch nur teilweise die Umsatzrückgänge kompensieren. Die Umsätze sanken im Wesentlichen aufgrund anhaltender wettbewerbsbedingter Anschlussverluste, rückläufiger nutzungsabhängiger Entgelte sowie mengenbedingter Umsatzrückgänge bei den Resale- und Network-Services und den Interconnection-Leistungen. Mobilfunk. Im Geschäftsjahr 2009 konnte die Marktführerschaft bei den Serviceumsätzen erfolgreich behauptet und sogar weiter ausgebaut werden. Positiv wirkt sich die weiterhin gute Entwicklung der Non Voice- Umsätze aus (Data und Messaging). So konnte der Anteil der Non Voice- Umsätze an den Serviceumsätzen in einem Jahr um 4 Prozentpunkte gesteigert werden. Der Datenumsatz entwickelte sich im Berichtsjahr 2009 sehr erfreulich und stieg um 46% gegenüber dem Vorjahr. Die Deutsche Telekom geht in Deutschland für den gesamten Markt in 2009 von einer Wachstumsrate bei den Mobile Data-Umsätzen von 25% bis 30% aus. Der Gesamtumsatz Mobilfunk stieg um 40 Mio. € oder 0,5% auf 8,1 Mrd. €. Gegenläufig wirkten verschärfte Regulierungsbedingungen – insbeson- dere die Absenkung der Terminierungsentgelte zum 1. April 2009 und die Roaming-Regulierung auf EU-Ebene zum 1. Juli 2009 – sowie der anhaltend starke Preiswettbewerb auf die Umsatzentwicklung. Das National Roaming- Abkommen mit O2 lief Ende 2009 aus, die National Roaming-Umsätze mit O2 lagen in 2009 auf dem Niveau des Vorjahres. EBIT, bereinigtes EBITDA. Das EBIT stieg im operativen Segment Deutschland im Vorjahresvergleich um 9,5% auf rund 5,1 Mrd. €. Kosteneinsparungen und geringere Sonder- einflüsse konnten den Umsatzrückgang kompensieren. Das bereinigte EBITDA lag im Geschäftsjahr 2009 bei 9,6 Mrd. €. Der Rückgang um rund 0,2 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus dem Umsatzrückgang im Festnetz, welcher trotz konsequenter Kostensenkungen nicht vollständig kompensiert werden konnte. Im Festnetz konnte im Berichtsjahr 2009 ein bereinigtes EBITDA von 6,2 Mrd. € erwirtschaftet werden; die bereinigte EBITDA-Marge stieg um 0,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 33,3%. Einsparungen von umsatzvariablen Kosten sowie geringere Kosten im Wesentlichen für Fremdleistungen, Miete, Energie, IT und Personal konnten den Umsatz- rückgang im klassischen Festnetzgeschäft größtenteils ausgleichen. Das bereinigte EBITDA und die bereinigte EBITDA-Marge im Mobilfunk- bereich lagen im Geschäftsjahr 2009 auf dem Niveau des Vorjahres, obwohl sich regulatorische Einflüsse sowie der anhaltend hohe Wett- bewerb in Deutschland EBITDA-mindernd auswirkten. Lässt man den Verkauf eines immateriellen Vermögenswerts im dritten Quartal des Vorjahres (positiver EBITDA-Effekt von 0,1 Mrd. €) unberücksichtigt, steigen sowohl bereinigtes EBITDA als auch EBITDA-Marge in 2009 an. Cash Capex. Der Cash Capex stieg im Berichtsjahr 2009 um 0,1 Mrd. € auf 3,2 Mrd. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum, vor allem aufgrund von Investitionen im Festnetzbereich in IP-Transportplattform, Breitbandausbau und IT-Systeme. Der Cash Capex im Mobilfunkbereich resultiert im Wesentlichen aus Inves- titionen in den Netzausbau mit Fokus auf UMTS-Standorte, Kapazitäts- erweiterungen sowie aus Investitionen in IT-Produkte. Personal. Der durchschnittliche Personalbestand sank im Vergleich zum Vorjahr um 6% auf 84 584 Mitarbeiter, im Wesentlichen aufgrund des Personal- abbaus im Festnetzbereich. 83Der Konzernlagebericht Geschäftsentwicklung der operativen Segmente
