Deutsche Telekom AG - Geschäftsbericht 2009

um weitere 0,4 Mrd. €. Die Veränderung des aktiven Working Capital ver- besserte sich um 1,7 Mrd. €, was vor allem auf Einzahlungen im Rahmen von Forderungsverkäufen („Factoring“) in Höhe von 0,8 Mrd. € sowie den Abbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Forderungen aus Auftragsfertigung) in Höhe von 0,5 Mrd. € aufgrund eines verbesserten Forderungsmanagements zurückzuführen ist. Demgegenüber verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr die Veränderungen aus Rückstellungen und dem übrigen passiven Working Capital um 3,1 Mrd. € hauptsächlich aufgrund von geringeren Zuführungen zu Rückstellungen für Restruk- turierungsmaßnahmen bei gleichzeitig höheren Auszahlungen für Restruk- turierungsmaßnahmen, höheren Inanspruchnahmen von Personalrück- stellungen und Rückstellungen für Prozessrisiken sowie eines Abbaus von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Des Weiteren erhöhten sich die Ertragsteuerzahlungen um 0,4 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahr, was insbesondere auf den erstmaligen vollständigen Einbezug der OTE ab Februar 2009 zurückzuführen war. Die erhöhten Auszahlungen aus dem Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen sind ebenfalls im Wesentlichen auf diesen Effekt zurückzuführen. Cash-Flow aus Investitionstätigkeit. Die Mittelabflüsse aus Investitions- tätigkeit beliefen sich auf 8,6 Mrd. € gegenüber 11,4 Mrd. € im Vorjahr. Zu dieser Veränderung hat im Wesentlichen der Zugang des Bestands an Zahlungsmitteln der OTE in Höhe von 1,6 Mrd. € im Rahmen der erst- maligen vollständigen Einbeziehung der OTE beigetragen, während im Vorjahr Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an der OTE von 3,1 Mrd. € geleistet wurden. Gegenläufig entwickelten sich die Auszahlun- gen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die sich um 0,5 Mrd. € erhöhten, sowie Auszahlungen von 0,3 Mrd. € in 2009 für die Hinterlegung von Barsicherheiten für den Erwerb der Strato AG, denen Einzahlungen im Vorjahr in Höhe von 0,6 Mrd. € vor allem aus kurzfristigen Geldanlagen gegenüberstanden. Die Nettoeffekte aus Zu- und Abgängen voll konsolidierter Gesellschaften und Geschäftseinheiten erhöhten sich um 0,6 Mrd. €. Den Auszahlungen im Geschäftsjahr 2008 für den Kauf der SunCom in Höhe von 1,0 Mrd. € sowie den Einzahlungen aus dem Verkauf von Media&Broadcast von 0,8 Mrd. € standen im Geschäftsjahr 2009 Auszahlungen von 1,0 Mrd. € vor allem für den Erwerb weiterer Anteile an der OTE aus der Verkaufs- option I und den Erwerb der Zapp sowie Einzahlungen von 0,1 Mrd. € für den Verkauf der Cosmofon gegenüber. Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit. Die Mittelabflüsse aus Finanzie- rungstätigkeit betrugen 5,1 Mrd. € in der Berichtsperiode im Vergleich zu 3,1 Mrd. € im Vorjahr. Diese Veränderung war vor allem auf eine im Vergleich zum Vorjahr ver- ringerte Aufnahme der mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten von 1,1 Mrd. € sowie eine netto höhere Rückzahlung kurzfristiger Finanz- verbindlichkeiten von 0,6 Mrd. € zurückzuführen. Darüber hinaus erhöhten sich die Ausschüttungen um 0,3 Mrd. € im Vergleich zu 2008, was ins- besondere auf den erstmaligen vollständigen Einbezug der OTE ab Februar 2009 sowie höhere Ausschüttungen der Slovak Telekom zurück- zuführen war. Die im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich gesunkenen Volumina der Aufnahme und Rückzahlung von kurzfristigen Finanzverbind- lichkeiten resultierten vor allem aus der Begebung von Commercial Papers in 2009 zur Finanzierung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs. Dem stehen viele kurzfristige Kreditlinienziehungen im Vorjahr gegenüber. Die Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten betraf im Geschäftsjahr 2009 vor allem die Begebung eines Eurobonds in Höhe von 2,0 Mrd. €, die Begebung von Medium Term Notes in Höhe von 2,0 Mrd. €, die Begebung von USD-Bonds in Höhe von 1,1 Mrd. € sowie die Begebung von Schuld- scheindarlehen in Höhe von 0,2 Mrd. €. Im gleichen Zeitraum wurden Medium Term Notes in Höhe von 3,7 Mrd. €, ein USD-Bond in Höhe von 0,7 Mrd. €, Commercial Papers in Höhe von netto 0,6 Mrd. €, eine Medium Term Note der OTE in Höhe von 0,6 Mrd. € sowie Schuldscheindarlehen und sonstige Darlehen in Höhe von 0,4 Mrd. € zurückgezahlt. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2009. In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld erreichte die Deutsche Telekom im Geschäftsjahr 2009 die im April des Berichtsjahres angepassten Jahresziele. Effizienzsteigerungen und Sparmaßnahmen tragen weiterhin Früchte. Das bereinigte Konzern-EBITDA wurde gesteigert und der Free Cash-Flow stabil gehalten. Diese Ergebnisse bestätigen die Deutsche Telekom in der erfolgreichen Weiterführung der Strategie „Konzentrieren und gezielt wachsen“. Der Vorstand schlägt daher eine Dividende in Höhe von 0,78 € je dividendenberechtigter Stückaktie vor. 77Der Konzernlagebericht Geschäftsentwicklung des Konzerns

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