Zur Sicherstellung der finanziellen Flexibilität setzt die Deutsche Telekom im Wesentlichen zwei Kennzahlen ein, das Gearing und die Relative Verschuldung. Ein Bestandteil der Kennzahlen sind die Netto-Finanz- verbindlichkeiten, die der Konzern als eine wichtige Kenngröße gegenüber Investoren, Analysten und Ratingagenturen verwendet. Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit. Im Geschäftsjahr 2009 konnte der Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit in Höhe von 15,8 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mrd. € gesteigert werden. Während sich der operative Cash-Flow um 0,6 Mrd. € verbesserte, erhöhten sich die Auszahlungen des Saldos aus gezahlten und erhaltenen Zinsen um 0,2 Mrd. €. Die Erhöhung des operativen Cash-Flow ist auf mehrere zum Teil gegenläufige Effekte zurückzuführen. Der Konzern erzielte gegenüber dem Vorjahr ein um 1,9 Mrd. € gestiegenes EBITDA. Berücksichtigt man die Effekte aus dem Abgang voll konsolidierter Gesellschaften, erhöht sich dieser Anstieg Finanzielle Flexibilität.* jeweils zum 31.12. 2009 2008 2007 Relative Verschuldung Netto-Finanzverbindlichkeiten EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 2,0 2,0 1,9 Eigenkapitalquote 30,2 32,3 34,7 Gearing Netto-Finanzverbindlichkeiten Eigenkapital 1,0 0,9 0,8 * Werte berechnet und gerundet auf Basis der exakten Millionenbeträge. Die Definition der Kennzahlen kann von denen Dritter abweichen. Kapitalflussrechnung (Kurzfassung). in Mio.€ 2009 2008 2007 Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit 15 795 15 368 13 714 Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen (9 202) (8 707) (8 015) Free Cash-Flow vor Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögens- werten (ohne Goodwill) und Sachanlagen 6 593 6 661 5 699 Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen 376 372 761 Anpassunga – – 121 Free Cash-Flow (vor Ausschüttung)b 6 969 7 033 6 581 Cash-Flow aus Investitionstätigkeit (8 649) (11 384) (8 054) Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit (5 123) (3 097) (6 125) Auswirkung von Kursveränderungen auf die Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate) 58 (61) (100) Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (85) – – Veränderung der kurzfristigen Zahlungsmittel 1 996 826 (565) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5 022 3 026 2 200 a Auszahlungen für im Rahmen eines Asset-Deals übernommene Unternehmensteile der Centrica PLC durch T-Systems UK. b Die Deutsche Telekom definiert den Free Cash-Flow als den Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit abzüglich Nettozahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen. Die Kennzahl „Free Cash-Flow (vor Ausschüttung)“ wird nach Auffassung der Deutschen Telekom von Investoren als Maßstab verwendet, um den Cash-Flow aus Geschäftstätig- keit nach Abzug von Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen vor allem im Hinblick auf Investitionen in Beteiligungen und die Rück- zahlung von Verbindlichkeiten zu beurteilen. Der Free Cash-Flow (vor Ausschüttung) sollte nicht zur Betrachtung der Finanzlage herangezogen werden. Aufgrund unterschiedlicher Definitionen ist die Vergleichbarkeit mit ähnlichen bekannten Größen und Veröffentlichungen eingeschränkt. 76
