Kundenmarktanteil von schätzungsweise 78%. Diese Unternehmen haben durch ihre Größe, Reichweite und die Bündelung des Angebots mit Leistungen, die nicht zum Mobilfunk gehören, potenzielle Vorteile. Diese Vorteile haben es ihnen ermöglicht, ihre Leistungen günstiger anzubieten und so einen überproportionalen Kundenanstieg zu erzielen, wodurch die Wettbewerbsposition von T-Mobile USA beeinträchtigt wurde. Darüber hinaus konnte AT&T auch durch den Exklusivvertrieb des Apple iPhone einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Insbesondere Verizon und AT&T konnten einen überproportional höheren Netto-Kundenzuwachs verzeichnen und ihren Marktanteil erhöhen. In Verbindung mit dem Druck seitens der regio- nalen Mobilfunkbetreiber mit umfassendem Leistungsangebot führte dies 2009 zu einem leichten Rückgang des Marktanteils von T-Mobile USA. Trotz intensiven Wettbewerbs und schwieriger ökonomischer Rahmenbedin- gungen konnte T-Mobile USA 2009 erneut ein – wenn auch schwächeres – Wachstum der Kundenbasis verzeichnen. Europa. Die Mobilfunkmärkte in Europa entwickelten sich im Jahr 2009 uneinheitlich. In den weitgehend gesättigten Märkten erhöhte sich die Marktpenetration leicht in Österreich, den Niederlanden, der Tschechischen Republik und Polen. In Großbritannien hingegen ging die Marktpenetration etwas zurück (Basis: letzte veröffentlichte Wettbewerbsdaten zum Ende des dritten Quartals 2009). Der anhaltend harte Preiskampf und regulierungsbedingte Preissenkungen beeinflussten die Umsätze in allen Märkten negativ. Trotz dieses schwierigen Umfelds konnte der Umsatzmarktanteil in Österreich, der Tschechischen Republik und Polen leicht ausgebaut werden, während die Umsatzmarktanteile in Großbritannien und den Niederlanden im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen. Wettbewerbshebel auf den Mobilfunkmärkten sind Preise, Vertragsoptionen, Anwendungen, Netzabdeckung und Servicequalität. Ferner verstärkte sich auf europäischer Ebene der Mobilfunkwettbewerb auch durch die Einführung europaweiter Dienste. Mit der fortschreitenden Marktsättigung konzentrieren sich die Anbieter zunehmend darauf, ihre Kundenbindung zu stärken. Auf den europäischen Mobilfunkmärkten konkurrieren im Wesentlichen drei Anbietergruppen um die Kunden: Netzbetreiber, Wiederverkäufer und Gesellschaften, die Netzleistungen einkaufen und selbstständig an Dritte vermarkten (MVNO). Voraussetzung für den Betrieb von Mobilfunknetzen und damit für das Angebot von Mobilfunkleistungen sind Lizenzen zur Nutzung von Frequenzspektren. Diese Lizenzen vergeben jeweils Behörden. In Europa erfolgt dies üblicherweise über eine nationale Instanz. Die Zahl der vergebenen Lizenzen beschränkt die Zahl der Netzwerkbetreiber im jeweiligen Markt. Der deutsche Mobilfunkmarkt war im Geschäftsjahr 2009 geprägt von inten- sivem Wettbewerb und regulatorischen Eingriffen. So haben die Absenkung der Terminierungsentgelte zum 1. April 2009 sowie die Roaming-Regulie- rung auf EU-Ebene zum 1. Juli 2009 die Umsätze wettbewerberübergreifend negativ beeinflusst. Bezogen auf Serviceumsätze schrumpfte der deutsche Mobilfunkmarkt in 2009 um ca. 2%. In diesem schwierigen Marktumfeld konnte sich die T-Mobile Deutschland (TMD) erfolgreich behaupten und baute im Geschäftsjahr 2009 die Markt- führerschaft im Bereich Serviceumsatz weiter aus. Im gesamten Markt wachsen die Non Voice-Umsätze (Data und Messaging) weiterhin deutlich und können den Rückgang bei den Voice-Umsätzen größtenteils kompensie- ren. TMD trägt zur positiven Marktentwicklung bei Non Voice wesentlich bei. Mit der fortschreitenden Marktsättigung in Bezug auf Teilnehmer konzent- rieren sich die Wettbewerber zunehmend darauf, ihre Kundenbindung zu stärken. Die positive Entwicklung der Datenumsätze bei TMD ist auch ein Ergebnis des Aufbaus und der Weiterentwicklung von werthaltigen Kunden- beziehungen, die im Mittelpunkt der Vermarktungsstrategie stehen. TMD hat zudem durch neue strategische Partnerschaften in 2009 erfolg- reich an der Machine-to-Machine (M2M)-Technologie partizipiert. Die Deutsche Telekom erwartet in den nächsten Jahren eine weitere Markt- konsolidierung, bei der die Beteiligten insbesondere durch Synergieeffekte im gemeinsamen Marktangang gewinnen können. Gleichzeitig werden durch die Veränderung der Netzstrukturen (Open Access) weitere lokale Player entstehen. Die Differenzierung gegenüber Markt und Kunde wird dabei zunehmend über ein innovatives und umfassendes Produktportfolio aus mobilen und festnetzbasierten Angeboten sowie exzellentem Kunden- service stattfinden. Eine leistungsfähige, hochbit-ratige Infrastruktur, die eine schnelle und kostengünstige Bereitstellung dieser Angebote ermöglicht, ist dafür Grundvoraussetzung. Die Deutsche Telekom ist für diese Markt- entwicklungen u.a. durch die geplante Zusammenlegung des Festnetz- und Mobilfunkgeschäfts, durch die kontinuierliche Verbesserung der aus Kundensicht wichtigen Serviceparameter seit 2007 (z.B. Erreichbarkeit, Termintreue, Lösungsquote im Erstkontakt) und den geplanten Ausbau der Infrastruktur mit Glasfaser und LTE zu einem Next Generation Network bestens gerüstet. USA. Das operative Segment USA (T-Mobile USA) steht in den Vereinigten Staaten im Wettbewerb mit drei nationalen Anbietern, Verizon, AT&T und Sprint, die alle über eine deutlich größere Kundenbasis als T-Mobile USA verfügen, sowie mit verschiedenen regionalen Betreibern mit einem umfassenden Leistungsangebot. Bezogen auf den gesamten US-Mobilfunkmarkt hielten Verizon, AT&T und Sprint zum 30. September 2009 gemeinsam einen 68
