Deutsche Telekom AG - Geschäftsbericht 2009

Aufbau netzzentrierter ICT. T-Systems hat den Trend zur Konvergenz von IT-, TK-Leistungen und Anwen- dungen früh erkannt und sich strategisch auf das individuelle Lösungs- geschäft für Großkunden konzentriert. Das Unternehmen betreibt weltweit Netze und Rechenzentren und bietet Lösungen zur globalen Zusammen- arbeit, Mobilität, Sicherheit und Nachhaltigkeit von Unternehmen. Basierend darauf setzte T-Systems seine internationale Wachstumsstrategie in 2009 erfolgreich fort und gewann zahlreiche Ausschreibungen bei Cloud Services, dynamischen SAP-Dienstleistungen sowie Telekommunikations- und Datendiensten. Derartige Großaufträge verschaffen T-Systems in wichtigen Märkten die notwendige Masse, um globalen Konzernen auch in Zukunft attraktive Services vor Ort anbieten zu können. Wachstum durch gezielte Akquisition. Durch den Erwerb des IT-Dienst- leisters Metrolico im Mai 2009 baute T-Systems seine Position in Südwest- europa weiter aus. Cloud Computing. Großkunden beziehen künftig Software, Speicher- kapazität und Bandbreite nach Bedarf aus dem Netz. T-Systems bedient heute bereits mehr als 300 Großkunden mit IT-Dienstleistungen aus der Cloud und will in diesem Bereich weiter wachsen. Zum Januar 2010 übernahm T-Systems z.B. auch die globalen Rechenzentrums- und SAP- Leistungen für Philips. Die Dienste werden künftig über ein eigenes gesichertes Netz – auch „Privat Cloud“ genannt – bedarfsgerecht über internationale T-Systems Standorte bereitgestellt. SAP-Dienstleistungen. T-Systems ist weltweit führend bei maßgeschnei- derten SAP-Lösungen. Dies wurde in Studien der Marktforscher von Forrester Research und AMR Research bestätigt. Sowohl bei Kunden- zufriedenheit und SAP-Know-how als auch bei Umsatzstärke konnte T-Systems punkten. Mit dazu beigetragen haben Großaufträge wie mit der Nuance Group, Komatsu in Südafrika oder der Erwerb des Hosting- Geschäfts der SAP AG in Europa. Telekommunikations- und Datendienste. Bereits zahlreiche Großkonzerne wie Linde oder Deutsche Post DHL setzen auf das Wissen und die Lösungs- kompetenz von T-Systems im Bereich Telekommunikations- und Daten- dienste. Im Dezember 2009 vereinbarte T-Systems außerdem mit BP die Umstellung des Datennetzes auf die nächste Generation und übernimmt im Zuge dessen die Bereitstellung der gesamten Telekommunikations- dienstleistungen in mehr als 50 Ländern. Strategische Partnerschaften. Zur Sicherung der langfristigen Wettbewerbs- und weltweiten Lieferfähigkeit geht T-Systems gezielt Kooperationen ein. So vereinbarten T-Systems und Microsoft eine exklusive Partnerschaft, um Business Software für Unternehmen mit mehr als 5 000 Nutzern aus dem Netz anzubieten. T-Systems ist der einzige deutsche Vertriebspartner solcher Cloud Services von Microsoft-Produkten. Die bereits im Jahr 2008 geschlos- sene Partnerschaft mit Cognizant führte zu Aufträgen im Bereich System- integration wie z. B. für den Forschungs- und Entwicklungsbereich der Continental-Reifen-Division. Auch im Geschäftsjahr 2010 wird sich die Deutsche Telekom erfolgreich im dynamischen Wettbewerbsumfeld behaupten und fokussiert an der Erreichung ihrer langfristigen Vision arbeiten, Marktführer für vernetztes Leben und Arbeiten zu werden. Die Erfolge in der Umsetzung der Konzern- strategie „Konzentrieren und gezielt wachsen“ mit ihren vier strategischen Handlungsfeldern und nicht zuletzt die stärker integrierte Aufstellung im Rahmen von „One Company“ nimmt der Konzern indes zum Anlass, im ersten Quartal 2010 seine Strategie zu prüfen und weiterzuentwickeln. Konzernsteuerung. Die Konzernsteuerung berücksichtigt die Erwartungen der vier Stakeholder- gruppen der Deutschen Telekom (Aktionäre, Fremdkapitalgeber, Mitarbeiter und die sog. „Unternehmer im Unternehmen“) an den Konzern: 1. Die Aktionäre erwarten eine angemessene und verlässliche Verzinsung auf das eingesetzte Kapital. 2. Die Fremdkapitalgeber und Banken erwarten eine angemessene Verzinsung und die Fähigkeit der Schuldenrückzahlung. 3. Die Mitarbeiter erwarten nachhaltige und sichere Arbeitsplätze mit Perspektiven sowie eine sozialverträgliche Gestaltung des notwendigen Personalumbaus. 4. Die „Unternehmer im Unternehmen“ erwarten ausreichend Investitions- mittel, um das zukünftige Geschäft zu gestalten und Produkte, Inno- vationen und Services für die Kunden zu entwickeln. Die Konzernsteuerung zielt darauf ab, einen Ausgleich dieser unterschied- lichen Erwartungen und Interessen der Stakeholder sicherzustellen, damit ausreichend Mittel für Investitionen, einen sozialverträglichen Personal- umbau, den Schuldenabbau und eine attraktive Dividendenpolitik zur Verfügung stehen. 64

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