Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem. Das interne Kontrollsystem (IKS) der Deutschen Telekom AG ist in Anlehnung an das international anerkannte Rahmenwerk „COSO (The Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) Internal Control – Integrated Framework“ aufgebaut. Die Wirksamkeit des IKS wird vom Prüfungsausschuss der Deutschen Telekom AG gemäß den Anforderungen des im Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechts- modernisierungsgesetzes überwacht. Der Umfang und die Ausgestaltung an die spezifischen Anforderungen der Deutschen Telekom liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. In diesem Zusammen- hang ist die interne Revision verantwortlich für die unabhängige Über- prüfung der Funktionsfähigkeit des IKS im Konzern. Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben verfügt die interne Revision über umfassende Informa- tions-, Prüf- und Eintrittsrechte. Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig von der konkreten Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens seiner Ziele gibt. Bezogen auf das rechnungs- legungsbezogene IKS kann es nur eine relative und keine absolute Sicher- heit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Konzernrech- nungslegung und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Steuerung der Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lage- berichtserstellung erfolgen bei der Deutschen Telekom AG durch den Bereich Group Accounting. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert. Relevante Anforde- rungen werden z.B. in der Konzernbilanzierungsrichtlinie festgehalten, kommuniziert und bilden zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Grundlage für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen, stan- dardisierte Meldeformate, IT-Systeme sowie IT-unterstützte Reporting- und Konsolidierungsprozesse den Prozess der einheitlichen und ordnungs- gemäßen Konzernrechnungslegung. Im Bedarfsfall bedient sich die Deutsche Telekom AG externer Dienstleister, z.B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Der Bereich Group Accounting stellt die konzern- weite und einheitliche Umsetzung dieser Anforderungen über entsprechende Prozesse sicher. Die in den Konzernrechnungslegungsprozess involvierten Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Die Konzerngesellschaften sind für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien, Verfahren und den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungs- bezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich und werden dabei vom Bereich Group Accounting unterstützt und überwacht. In den Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte, interne Kontrollen eingebettet. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen, zu denen IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip, allgemeine IT-Kontrollen, wie z.B. Zugriffsregelungen in IT-Systemen oder ein Veränderungsmanagement sowie deren Über- wachung, gehören. Die Deutsche Telekom verfügt seit dem Geschäftsjahr 2006 über ein konzernweit standardisiertes Verfahren zur Überwachung der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen IKS. Dieses Verfahren ist konsequent an den Risiken einer möglichen Fehlberichterstattung im Konzernabschluss ausgerichtet und erfüllt die strengen US-amerikanischen Kapitalmarkt- anforderungen der Section 404 des Sarbanes-Oxley Act. Zur Qualitäts- sicherung dieses rechnungslegungsbezogenen IKS ist die interne Revision über alle Stufen des Verfahrens hinweg eng einbezogen. Die Wirksamkeits- beurteilung dieses rechnungslegungsbezogenen IKS erfolgt für die unter Risikoaspekten ausgewählten Teile auf Grundlage von kaskadierten Selbst- beurteilungen beginnend bei den Prozessbeteiligten über die wesent- lichen Verantwortungsträger im Rechnungslegungsprozess bis zum Konzernvorstand. Die interne Revision nimmt eine unabhängige, stich- probenhafte Prüfung der Selbstbeurteilungen vor. 61Der Konzernlagebericht Konzernstruktur
