Deutsche Telekom AG - Geschäftsbericht 2009

Vernetztes Leben und Arbeiten mit innovativen Produkten und Netzinfrastruktur. Die Deutsche Telekom beabsichtigt, durch Konvergenzprodukte im Rahmen von vernetztem Leben und Arbeiten ihr Produktportfolio zu optimieren, um den Anteil der werthaltigen Kundenbeziehungen langfristig zu erhöhen. Investitionsschwerpunkte in Deutschland werden Wachstums- und Inno- vationsthemen betreffen, insbesondere den weiteren integrierten und wertoptimierten Breitbandausbau im Festnetz und Mobilfunk sowie Quali- täts- und Serviceoffensiven. Das operative Segment Deutschland wird beeinflusst durch den anhal- tenden harten Wettbewerb und regulatorische Maßnahmen. Zur CeBIT 2009 wurden erstmals Angebotspakete aus Festnetz- und Mobilfunkprodukten für Geschäftskunden erstellt. Diese sog. Business- Pakete ermöglichen ein reibungsloses, effizientes Zusammenspiel der mobilen und leitungsgebundenen Information und Kommunikation. Das Portfolio erreicht die Zielgruppen Selbstständige, Kleinunternehmen sowie mittlere und große Firmen. Festnetz. Seit 2006 bietet das Festnetzgeschäft der Deutschen Telekom gebündelte Produkte im Bereich Telefonie, Surfen im Internet und Fernsehen an. Kontinuierlich wurden die einzelnen Produktangebote weiterentwickelt, an den Kundenbedürfnissen ausgerichtet und die Bandbreiten erhöht. Die Deutsche Telekom ging im Geschäftsjahr 2009 mit dem neuen Produkt- angebot LIGA Total! an den Start. Entertain, das deutsche IPTV-Produkt des Deutsche Telekom Konzerns, bietet Kunden alle Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga gegen einen Aufpreis im Fernsehen. Mit „Entertain Pur“ werden seit Ende des Jahres 2009 ausschließlich TV- und Sprachdienste angeboten. Ergänzt wird die Produktpalette mit der Scout-Gruppe und der Load-Familie um Download-Portale, die wie Gamesload, Softwareload, Videoload und Musicload laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) Spitzenpositionen in deutschen Kundenbewertungen belegen. Seit April 2009 können Kunden das neu eingeführte Endgeräte-Service- paket nutzen. Für eine günstige Monatspauschale erhalten die Kunden aktuelle Endgeräte und umfangreiche Serviceleistungen, wie z.B. Software Updates, Fernwartung, Hilfe bei der Installation und eine lebenslange Gewährleistung auf die Geräte. Stabiles Ergebnis in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Im Geschäftsjahr 2009 erreichte die Deutsche Telekom in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld das im April des Berichtsjahres angepasste Ziel eines bereinigten EBITDA – ohne Berücksichtigung der OTE – von 2% bis 4% unter Vorjahresniveau. Die Deutsche Telekom erzielte einen Umsatzanstieg von 2,9 Mrd. € oder 4,8% im Vergleich zum Vorjahr. Diese positive Umsatzentwicklung wurde maßgeblich getragen von der erstmaligen Vollkonsolidierung der griechischen Hellenic Telecommunications Organization S.A., Athen, Griechenland (OTE), die 5,4 Mrd. € zum Konzernumsatz beitrug. Nach Berücksichtigung von Konsolidierungskreiseffekten (5,5 Mrd. €) sowie negativen Wechselkurseffekten (0,4 Mrd. €) blieb der Konzernumsatz in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld unter Vorjahresniveau. Der Auslandsbeitrag zum Umsatz stieg auf 56,6% an (2008: 53,2%). Während der Konzern den Umsatz in den operativen Segmenten USA und Süd- und Osteuropa steigerte, war der Umsatz in den operativen Segmenten Deutschland, Europa und Systemgeschäft rückläufig. Im Geschäftsjahr 2009 erzielte die Deutsche Telekom ein Konzern-EBITDA von 19,9 Mrd. € (18,0 Mrd. € im Vorjahr). Das bereinigte EBITDA betrug im Geschäftsjahr 2009 20,7 Mrd. € (19,5 Mrd. € im Vorjahr). Der Beitrag der erstmalig voll konsolidierten OTE belief sich hierbei jeweils auf 2,0 Mrd. €. Im Geschäftsjahr 2009 wurde das EBITDA durch Sondereinflüsse in Höhe von 0,8 Mrd. € negativ beeinflusst. Im Wesentlichen handelte es sich um Aufwendungen für Personalmaßnahmen und sachbezogene Restrukturie- rungen in den operativen Segmenten Deutschland und Systemgeschäft. Die Deutsche Telekom verzeichnete im Geschäftsjahr 2009 einen Konzern- überschuss von 0,4 Mrd. € im Vergleich zu einem Konzernüberschuss von 1,5 Mrd. € im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus höheren Abschreibungen, vor allem aufgrund von Wertminderungen des Goodwill. Der bereinigte Konzernüberschuss belief sich auf 3,4 Mrd. €. Der Free Cash-Flow – vor Ausschüttung und einschließlich OTE – von 7,0 Mrd. € konnte im Vorjahresvergleich stabil gehalten werden. Während der operative Cash-Flow leicht gesteigert wurde, erhöhten sich die Aus- zahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen. Konzernlagebericht Deutsche Telekom. 52

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