Europa: Joint Venture in Großbritannien vereinbart. In den europäischen Mobilfunkländern hatten wir ebenfalls einen schwierigen Start. Im Laufe des Jahres haben wir aber die Zahl der Vertragskunden gesteigert und so den Rückgang im Prepaid-Segment kompensiert. Für den besonders hart umkämpften Markt in Großbritannien haben wir mit France Télécom im November 2009 die Gründung eines Joint Venture vereinbart, in das die Tochtergesellschaften T-Mobile UK und Orange UK eingebracht werden sollen. Die neue Gesellschaft, an der beide Parteien zu jeweils 50 Prozent beteiligt sein werden, könnte nach Abschluss der Transaktion als Marktführer Größenvorteile besser nutzen. Süd- und Osteuropa: Kunden binden durch integrierte Angebote. Mit der griechischen OTE und ihren Tochtergesellschaften hat die Deutsche Telekom ihre Position in Süd- und Osteuropa deutlich gestärkt. Wir betreuen in der Region jetzt rund 50 Millionen Mobilfunk-, Festnetz- und Breitbandkunden und erzielen einen Umsatz von fast zehn Milliarden Euro. Belastet hat uns 2009 das schwierige wirtschaftliche Umfeld, geprägt von sinkenden Bruttoinlandsprodukten und steigenden Steuern in einigen Ländern sowie starken Währungsschwankungen. Dennoch bietet die Region gute Chancen: Künftig wollen wir die Kunden etwa durch die Bündelung von Telekommunikations- diensten und TV-Angeboten stärker an uns binden. Die Investitionen in eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur machen sich bereits bezahlt: Die Zahl der IPTV-Kunden in Süd- und Osteuropa hat sich 2009 verdoppelt – auf mehr als 400 000. Systemgeschäft: Großaufträge bestätigen unseren Kurs. Die Ausrichtung von T-Systems auf das Systemgeschäft mit Großkunden ist erfolgreich. Und dank eines erfolgreichen Spar- und Effizienzprogramms schreibt das Segment wieder schwarze Zahlen. 2009 konnte T-Systems eine ganze Reihe von wichtigen Großaufträgen gewinnen – in Deutschland etwa mit MAN und der Linde AG. Auch das internationale Geschäft entwickelt sich positiv. So stellt T-Systems künftig die weltweiten Telekommunikationsdienst- leistungen für den Energiekonzern BP bereit und betreibt die Rechenzentren des Elektronikkonzerns Philips. Darüber hinaus übernimmt T-Systems das Hosting-Geschäft von SAP in Europa und wird die Software-Anwendungen von fast 90 SAP-Kunden in seinen Rechenzentren betreuen. Und mit der Übernahme von Arivia in Südafrika wird T-Systems zum größten Anbieter von SAP-Diensten im Land. Zukünftig wird T-Systems seine Stärken als Anbieter von netzbasierten ICT-Lösungen – also kombinierten IT- und Telekommuni- kationsdiensten – weiter ausbauen und vor allem neue Lösungen für Kunden aus den Segmenten Energie, Gesundheit, Medien und Automobil anbieten. 26
